04.07.2019 10:18

Jetzt BAföG beantragen!

Alle Vorteile durch die BAföG-Novelle 2019 auf einen Blick.

Höhere Fördersätze und höhere Freibeträge – durch die BAföG-Reform kommen Studierende jetzt einfacher ans Geld. Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst:


1. Höhere Fördersätze
Der aktuelle Förderhöchstsatz von 735,00 € (bestehend aus Grundbedarf, Wohnpauschale und Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag) wird ab dem Wintersemester 2019/2020 auf 853,00 € und ab dem Wintersemester 2020/2021 auf insgesamt 861,00 € erhöht. Eine genaue Aufschlüsselung der einzelnen Bestandteile gibt es hier.

2. Steigenden Mieten begegnen – Erhöhung der Wohnpauschale

Die aktuelle Wohnpauschale liegt bei 250,00 €. Dieser Pauschalbetrag wird durch die Gesetzesnovelle um 30% auf 325,00 € angehoben.

3. Einkommensfreibeträge der Eltern werden angehoben

Besonders interessant für alle, die sich bisher gegen einen BAföG-Antrag entschieden haben. Die Einkommensfreibeträge der Eltern werden deutlich angehoben. Dadurch gibt es für mehr Studierende als bisher die Möglichkeit BAföG zu beziehen. Insgesamt werden die Einkommensfreibeträge um 16% angehoben. Dies erfolgt in drei Schritten: In 2019 um 7%, in 2020 um 3% und in 2021 nochmals um 6%.

4. Vermögensfreibeträge werden erhöht

Durch die Erhöhung der Vermögensfreibeträge wird es Studierenden zukünftig eingeräumt höhere finanzielle Rücklagen zu bilden, ohne dass dies auf die Förderung angerechnet wird. Im zweiten Schritt der Novellierung, also ab 2020 werden die Vermögensfreibeträge von 7.500,00 € auf 8.200,00 € angehoben, die zusätzlichen Freibeträge für Ehegatten oder Kinder werden von 2.100,00 € auf 2.300,00 € angehoben.

5. Verbesserungen für Studierende mit Kind

Der Kinderbetreuungszuschlag wird durch die Novelle von 130,00 € monatlich auf 150,00 € monatlich angehoben. Zugleich wird die Altersgrenze, bis zu der eigene Kinder berücksichtigt werden von 10 auf 14 Jahre hochgesetzt.

6. Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag angehoben

Die BAföG-Novellierung berücksichtigt zukünftig auch die gestiegenen Kosten für den durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrag, der durch die gesetzlichen Krankenkassen von den Studierenden erhoben wird. Der Zuschlag für die Krankenversicherung steigt von 71,00 € auf 84,00 € und der Pflegeversicherungszuschlag von 15,00 € auf 25,00 €.
Für Studierende, die älter als 30 Jahre sind und dadurch nicht mehr den vergünstigten Tarif bei den Krankenkassen erhalten, gibt es zukünftig statt 71,00 € 155,00 € Zuschlag für die Krankenversicherung und für die Pflegeversicherung statt 15,00 € 34,00 €.

7. Änderungen zur BAföG-Rückzahlung

Die zukünftige Regelrate zur Tilgung des BAföG-Darlehens beträgt 130,00 € monatlich. Gleichzeitig gibt es eine Begrenzung der Rückzahlungsfrist auf genau 77 Monatsraten. In der Regel ist die Rückzahlung des Darlehens in Zukunft nach 6,5 Jahren abgeschlossen und die BAföG-Empfänger damit schuldenfrei. Diejenigen, die ohnehin weniger als 10.000,00 € BAföG-Schulden haben, da sie weniger bezogen haben sind natürlich entsprechend früher fertig. Wer auf Antrag aufgrund zu niedrigen Einkommens zu einem niedrigeren Rückzahlungsbeitrag als 130,00 € herangezogen wird, ist trotzdem nach 77 Monaten schuldenfrei. Auch wenn das bedeutet, dass tatsächlich weniger als 10.000,00 € zurückgezahlt wurden.

Nur eine Antragsstellung kann verbindlich klären, ob ein Anspruch auf staatliche Leistungen besteht. Jetzt den BAföG-Antrag stellen und einfacher ans Geld kommen!